Nomadentum

Sehe dir außerdem gerne meine neu dazu gewonnene Erkenntnis unter dem Beitrag „Halbzeit“ an.


Gestern mit dem Umzug in meine vierte Bleibe habe ich mich fast ein wenig wie eine Nomadin gefühlt, die rastlos unterwegs ist und immer weiter zieht. Dies mag etwas reizvolles haben, da man so viele neue Orte und Menschen kennen lernt, aber wenn man nicht auf Durchreise ist und sich gerne wo einleben würde und das Gefühl erreichen möchte „angekommen“ zu sein, dann macht sich in einem ehr das Gefühl der Unruhe breit. Auf meiner Arbeitsstelle wurde ich schon von meinen Kollegen  gefragt, ob ich einen Trip unternehmen würde, als ich Morgens mal wieder zwischen einem Umzug zum anderen mit meinem gesamten Gepäck in dem Büro auftauchte.


Hier ein kleiner Überblick meiner bisherigen Unterkünfte, eine Freundin von mir traf es wohl Gestern ziemlich gut, als sie mir auf das Bild meiner neuen Bleibe hin schrieb „jetzt hast du dann aber ziemlich alle Wohnkathegorien durch“. Überzeugt euch selbst…

1.) Guest House
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Vor meine Ankunft in Vanuatu war es sehr schwierig eine günstige Unterkunft ausfindig zu machen, da es zwar viele schicke und sehr teure Hotels im Angebot gab, aber ein Portal wie „WG-Gesucht“ nicht ausfindig zu machen war, sich von der handvoll Couchsurfern in Port Vila keiner zurückmeldete und mir meine Praktikumsstelle auch nicht wirklich weiter helfen konnte.
Ich war heilfroh als ich dieses günstige Guest House (Siehe Bild oben) über hostelworld.com gefunden habe und buchte ein Bett in einem 4-Bett Zimmer für die ersten 3 Nächte, um mich vor Ort nach einer WG um zu sehen.

2.) Gael´s Haus
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Thibu ein Arbeitskollege von mir vermittelte mir dann ein Zimmer in einem Haus zweier Französischer Freunde, dieses war mit direkter Lage am Wasser wirklich wundervoll gelegen und mir gefiel es sehr gut, auch wenn die Hygiene Standards zu wünschen übrig ließen und das Haus von Kakerlaken befallen war.
Leider konnte ich nur ca. 4,5 Wochen in dem Haus wohnen bleiben, da Gael seine Eltern zu Besuch erwatete.
Eine weitere günstige Unterkunft zu finden stellte sich als sehr schwierig heraus. So hatte ich einen Aufruf über eine volunteer Gruppe auf facebook gestartet, Andrew der australische Volunteer des Volleyball Vereins hatte alles in Bewegung gesetzt was er nur konnte, ich hatte alle die ich bis jetzt kennen gelernt hatte nach einem Tipp für eine neue Bleibe gefragt und ein paar Hostels abgeklappert. Das alles blieb leider ohne Erfolg bis ich mit einem Hostel direkt um die Ecke von VASANOC einen „günstigen“ Preis aushandelte.

3.) Sarah´s Housesitting Haus
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Leider hatte ich es nicht wie vereinbart ein paar Tage vor meinem Einzug in das Hostel geschafft, so dass es restlos ausgebucht war. Zu meinem großen Glück lernte ich Sarah, eine australische Volunteerin kennen, die mir sofort ohne zu zögern anbot ein paar Nächte in einem Haus zu verbringen, welches sie gerade „housesittete“.

4.) Pappkarton
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Gestern bin ich dann in das Hostel eingezogen. Das Zimmer, welches ich mir zuvor leider nicht hatte anschauen dürfen, da es belegt war, sah wirklich alles andere als einladend aus. Zudem stellte sich heraus, dass es doch keine Waschmaschine gab, wie es mir die Managerin zuvor zugesichert hatte. Da sie selbst mit ihrer Familie auch in dem Hostel wohnte, hatte sie bloß von ihrer eigenen Waschmaschine gesprochen, die den Gästen jedoch nicht zur Verfügung stand. Das verärgerte mich ein wenig, nicht etwa weil ich nun meine Wäsche mit der Hand waschen musste, das würde für die 4 Wochen schon kein Problem sein, sondern weil sie mir eine falsche Auskunft gegeben hatte.

Doch ich war heilfroh ein Dach über dem Kopf zu haben und mich mit der Managerin auf 1200vt pro Nacht statt der 1700vt pro Nacht geeinigt zu haben.
So zahlte ich nun umgerechnet für einen Monat 300€ statt 525€ für die Unterkunft. Das war zwar wirklich ernüchternd wenn man es mit meinem sehr viel günstigerem, hell durchleuchtetem und warmen Zimmer in dem Studentenwohnheim in Berlin vergleich, aber anderer Seits konnte man die Preise von Studentenwohnheim ja auch schlecht mit denen von Hostels vergleichen.
Als ich mich Abends ins Bett legte und die Decke anstarrte fühlte ich mich wie in einem Pappkarton, was mir überraschend wenig ausmachte – wahrscheinlich weil ich todmüde war auch wenn es erst kurz vor 21:00 Uhr war.

5.) Mein nächster Glücksfall…

Unterkunft_05Am anderen Morgen erhielt ich eine SMS von Sarah: „Hey Corina, you can stay! Sorry it took so long my flatmates just took a while to get back to me.“ Ich freute mich wahsinnig über diese Nachricht und konnte mein Glück gar nicht fassen. Denn Sarah hatte mir zuvor angeboten alles daran zu setzten, damit ich die nächsten 4 Wohen bei ihr in der WG leben kann. Aber sie teilte mir direkt mit, dass dies sehr unwahrscheinlich wäre, da eine ihrer Mitbewohnerinnen keine Lust mehr darauf hatte, dass in dem Gästezimmer ständig Leute ein und auszogen – was ich sehr gut nachvollziehen kann.
Am Sonntag werde ich jetzt in die 3-er WG einziehen und sie kostet sogar nur 22€ mehr als meine jetzige Abstellkammer in dem Hostel. Und egal wie ihre Wohnung aussieht kann es sicher nur besser werden, aber viel wichtiger und schöner ist es, dass ich dann mit anderen sympathischen und aufgeschlossenen Leuten zusammen wohne. Ich bin jedenfalls schon sehr gespannt und freue mich sehr auf den Umzug!

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