Sharing is Caring

Am Ende des ersten Seminartages wurden wir in 4 Gruppen eingeteilt, um für vier verschiedene Sportarten ein Konzept für die Veranstaltung von kleineren Sportevents zu entwickeln. Diese Testspiele sollten als Vorbereitung für die Pacific Mini Games 2017 dienen und im ideal Fall auch in die Realität umgesetzt werden.

Simon und ich arbeiten an der Präsentation.

Beim Arbeiten an der Präsentation.

Die Gruppen teilten sich in Table Tennis, Volleyball, Rugby und Karate. Ich war mit den drei ehemaligen Rugybspielern Simon, Richy und Alex in einem Team um eine Bewerbung für die „bid for Rugby Competition for Oceania 2016“ zu erstellen.
Über die vier Seminartage arbeiteten wir an einem Konzept, welches wir in einer Präsentation zusammen fassten um unsere Ergebnisse am Ende des Seminars zu präsentieren. Ich freute mich sehr, dass ich auch zu der Gruppenarbeit beitragen konnte auch wenn es manchmal schwierig war, wenn meine drei Gruppenmitglieder sich wieder auf Bislama unterhielten. Doch gerade Simon war sehr angetan davon wie gut ich mich mit powerpoint auskannte und teilte mir am letzten Tag überraschend zu meiner Freude mit:

„Ich habe wirklich sehr viel von dir in den letzten Tagen gelernt.“

Alex hingegen, war der Spaßvogel unserer Truppe, er schlug beispielsweise vor, dass wir einen Tag vor der Austragung des Rugbyspiels bei der Eröffnungsfeier Kava aus schenken sollten und fügte kichernd hinzu, dass sich dann alle Spieler bei dem Wettkampfstag in „slow motion“ bewegen würden.
Die drei Männer fragten mich am Ende des Seminares wie lange ich noch in Vanuatu bleiben würden und schlugen halb im Scherz vor, dass ich ja eine Rolle als Managerin bei der Vorbereitung der „Rugby Competition for Oceania 2016“ einnehmen könnte.

Ich fühlte mich geschmeichelt, und als ich ihnen mitteilte, dass ich nur noch bis Ende November in Port Vila sein würde, schauten sie fast enttäuscht drein.

Im Bezug auf die Gruppenarbeit wurde hervorgehoben, dass die Testspiele und die Bewerbung um die Austragung größerer Sportwettkämpfe von Nöten seien um sich langsam auf die Pacific Mini Games vorzubereiten. Außerdem würde es den Athleten helfen, mehr Wettkampferfahrung zu sammeln und sich bereits an die Atmosphäre eines Großevents zu gewöhnen. Es wurde angemerkt, dass nur zu geringem Maße auf „technical knowledge“ von außen zurück gegriffen werden sollte, und dass die „local people“ ausgebildet werden sollten, damit die Spiele in der Hand der Einheimischen lagen.

Die enthusiastische und zustimmende Stimmung die bei diesen Anmerkungen in der Luft lag, imponierte mir sehr.

Im Laufe des Seminares wurden die Gründe zusammengetragen, warum es sich positiv auf Vanuatu ausübte, die Pacific Mini Games aus zutragen. So kam die Auflistung folgender pro-Argumente zusammen: „skills, money, toursim, facilities going to be set up, old facilities going to be renovated, National Federations will grow in expertise and new partnerships, improvement of telefomunikation, airport and transport as well as faster internet“.

(Bei dem Wort „faster internet“ musste ich schmunzeln, denn bis jetzt hatte ich noch keine „schnelle Internetverbindung“ auf Vanuatu finden können.)

Doch es wurde auch angesprochen, dass wenn die Kriterien, wie beispielsweise ein funktionierendes Transportsystem, nicht erfüllt wurden es zu einer „bad reputation“ kommen könnte was dazu führen würde, dass Vanuatu keine Chance hätte die Spiele in naher Zukunft wieder aus zutragen.

Seminarteilnehmer

Seminarteilnehmer

Während des Seminares kam unter anderem die Frage auf: „Wie 2000-3000 Athleten untergebracht werden können?“ Die Schwierigkeit in der Planung lag vor allem darin, dass man nie genau im voraus wusste, wie viele Athleten und Begleitpersonen im Endeffekt wirklich anreisen würden und meistens mit einer viel höhren Summe gerechnet werden musste, als es Voranmeldungen gab.
Zu aller Belustigung erklärte Tankiu uns, dass sie in Samoa ein Kreuzfahrtschiff ausleihen mussten, um alle angereisten Athleten unterzubringen, da es nicht genügend Unterkünfte gab. Woraufhin Rob, der CEO der Cook Islands reinrief, dass sie in Samoa eine sehr schlechte Organisation gehabt hätten.

Ich hingegen dachte mir, dass so ein paar Tage auf einem Kreuzfahrtschiff anstatt in einem üblichen Hotel, doch auch ganz „nett“ sein müssten. ^^

Ein Teil der Jurymitglieder

Ein Teil der Jurymitglieder

Am Samstag, dem letzten Tag des Seminares präsentierten wir die Ergebnisse der Gruppenarbeit. Zu meiner großen Enttäuschung durften wir bei der Präsentation der anderen Gruppen nicht zusehen, da dies ausschließlich der Jury vorbehalten wurde. Das konnte ich wirklich nicht verstehen da ich mich schon sehr gefreut hatte den Präsentationen der anderen Gruppen zu lauschen um noch mehr über den Kartesport, dem Volleyball und Tischtennis in Vanuatu zu erfahren.

Zumal die gesamten vier Tage immer und immer wieder das Motto „shraing is caring“ gepredigt wurde. Wo war da der Sinn, wenn wir während den Vorträgen der anderen Gruppen um die 2 Stunden vor verschlossenen Türen warten mussten?

Unsere Gruppe präsentierte als erstes und da wir auf Grund technischer Probleme erst um die 10-15 Minuten später als geplant anfangen konnten, leitete ich scherzend ein, dass wir bei der Austragung der Spiele die Technik natürlich vor Beginn des Wettkampfs im Blick haben und austesten würden. Die Präsentation lief gut und zu meiner Überraschung wurden wir dabei gefilmt.

Bei einem der lustigen Zwischenspielen.

Bei einem der lustigen Zwischenspielen.

Das viertägige Seminar hat mir im Großen und Ganzen wirklich sehr gut gefallen und ich würde es als einer der Höhepunkte meiner Praktikumszeit bezeichnen. Es war toll durch die Teilnahme an dem Seminar Mitarbeiter aus anderen Sport Verbänden kennen zu lernen und mit einigen ehemaligen Teilnehmern der Olympischen Spiele ins Gespräch zu kommen. Außerdem war ich wirklich angetan von den engagierten Referenten, die mitreißende Vorträge gehalten haben und dabei immer wieder einen lockeren Spruch auf den Lippen hatten um für eine entspannte Atmosphäre zu sorgen. Zudem wurden mehrere kleine lustige Gruppenspiele wie „Obsalat“, in einer abgewandelten Form, gespielt, um uns Seminarteilnehmer bei der Stange zu halten.

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