Schnorcheln auf Hide Away Islands

Annolyn eine Kollegin von mir, die zwar nicht direkt für VASANOC beschäftigt war, wollte mich gerne zu einem Ausflug mit ihr und ihrer Familie einladen. Ich hatte mich über dieses Angebot total gefreut und willigte sofort dankend ein.
Wir vereinbarten, dass sie mich gegen 12:00 Uhr, nach ihrem Gottesdienst, aus dem Gebäde von VASANOC abholen würden.

Um 13:00 Uhr gab es immer noch keine Spur von ihr, doch ich hatte die „islands time“ mittlerweile schon adaptiert und ihr Erscheinen auf keinen Fall vor 12:45 Uhr erwartet.

Gegen 13:20 schrieb sie mir eine SMS und teilte mir entschuldigend mit, dass der Gottesdienst heute länger gedauert hätte als sonst und sie mich mit einem kurzen Abstecher nach Hause abholen kommen würden. Kurz nach 14:00 Uhr kamen sie dann im Büro an, Annolyn war fast ein wenig aufgelöst und entschuldigte sich dutzende Male für ihr zweistündiges Zuspätkommen. Woraufhin ich lachen musste und ihr zu verstehen gab, dass es wirklich kein Problem sei und ich mich schon auf das „andere Verständnis von Zeit“ auf Vanuatu eingelassen hätte. Außerdem konnte ich die Zeit sinnvoll im Internet nutzen, da ich in meiner jetzigen Unterkunft über keinen Internetanschluss mehr verfügte.
Annolyn schaute immer noch besorgt drein und schien sich nicht ganz sicher zu sein, ob mir ihre Unpünktlichkeit wirklich nichts ausmachte.

Durch dieses Verhalten merkte ich, dass sie bereits in westliche Länder gereist war und mit der allerseits bekannten „deutschen Pünktlichkeit“ vertraut seien musste. Denn als Sony mich um die 2 Stunden versetzt hatte, hat sie nicht einmal mit der Wimper gezuckt.

Vom Stadtzentrum machen wir uns mit dem Bus auf zu „Hide Away Islands“. Annolyns Ehemann, Karlos, kam aus dieser Gegend und hat vor ein paar Jahren als Tauchlehrer auf der Insel gearbeitet. Karlos, der ein freundliches sonniges Gemüt hatte, nahm ihren kleinen 1 Jahr und 8 Monte alten Sohn auf den Schoß, wobei Annolyn mir erklärte, das ihr Junge ein richtiges „Papa-Kind“ sei, der seinem Vater an den Wochenenden für keine Minute von der Seite wich.

Der Eintritt für die Insel kostet umgerechnet um die 11€, doch Karlos schüttelt dem Kassierer vertraut die Hand und wir gelangen umsonst auf die Insel. Als ich Karlos frage, ob es ihn nicht stören würde, dass die wunderschöne Insel ausschließlich als Touristen Resort genutzt wird, schüttelt er lächelnd den Kopf.

Daraufhin erklärt er mir, dass in den 90er Jahren eine Abstimmung über die Nutzung der Insel gehalten wurde.

Das angrenzenden Dorf, aus dem er stammt, hat sich dabei dafür ausgesprochen, die Insel für touristische Zwecke zur Verfügung zu stellen. Dies käme der gesamten Dorfgemeinschaft zur Gute, da der Tourismus vielen Leuten Arbeit bietete, die Infrasturktur belebte und Geld ranschaffen würde. Die Gründe leuchteten mir sofort ein und ich war angetan davon, dass die Entscheidung der Nutzung der Insel bei der gesamten angrenzenden Dorfgemeinschaft lag.

Auf der Insel treffen wir Serina, die für den Volleyball Verband arbeitet, wir unterhalten uns angeregt und Essen gemeinsam. Leider driftet das Gespräch immer mal wieder in Bislama ab und ich bedaure, dass ich die Landessprache Vanuatu´s nicht spreche.

Am Strand teilt mir Annolyn mit, dass sie auch sehr gerne in der Nähe des Wassers wohnen würde, daraufhin muss ich lachen und entgegne ihr: Aber du wohnst doch an der Nähe des Wassers. 😉

Sie schaute mich irritiert an und schüttelte den Kopf. „Naja, wie weit hast du es denn bis zum nächsten Strand?“ erkundige ich mich freundlich. Woraufhin Annolyn mir erklärt, dass es mindestens um die 15 minuten bis zum nächsten Strand seien. Ich musste schmunzeln und begriff, dass sie als Insulanerin ein anderes Verstädnis, für das was man als Entfernung zum Meer als „weit“ bezeichnete hatte. So waren für mich 15 Minuten bis zum Ozean ein Katzensprung für sie hingegen war es eine größere Entfernung.

Später drückt mir Karlos Schwimmflossen sowie eine Taucherbrille für unseren Schnorchelgang in die Hand.

Annolyn hat überraschenderweise Angst vor dem Wasser und schaut uns mit ihrem Sohn vom Strand aus zu.

Akaya, ihr Sohn reagiert voll kommen verstört, als sein Vater auf einmal in das Meer abtaucht und von dem Wasser verschluckt scheint. Annolyn erklärt mir zu meiner Verwunderung, das ihr Sohn selbst noch nie Berührung mit dem Meer gehabt hätte und als sie seine Füße ins Wasser hält, scheint Akaya nicht ganz zu wissen was er davon halten soll.

Ich bin total begeistert und überrascht von der bunten, vielfältigen Unterwasserwelt, die sich mir beim Schnorcheln direkt vor meinen Augen auftut.

Denn ich hatte so Nah am Ufer nicht mit solch einem diversen Korallenriff und den sämtlichen verschiedenen Fischarten, die direkt vor meiner Nase vor mir her schwimmen, gerechnet. Karlos erzählt mir, dass sie die Fische extra füttern würden um so viele wie möglich von ihnen, so nah wie möglich in die Nähe des Strandes von „Hide Away Islands“ zu locken.
Abschließend zeigt er mir das wohl auf der Welt einzige „underwater post office“. Ich hatte von dem Postamt Unterwasser schon in meinem Reiseführer gelesen. Es war zwar lustig, das post office auf dem Meeresgrund zu sehen, doch es stand nicht unbedingt auf der Liste, der Dinge die ich in Vanuatu gesehen haben musste. Auch Karlos zuckte belustigt die Achseln und meinte, dass es nur zur Bespaßung der Touristen dienen würde.

Als wir bei Sonnenuntergang mit dem Boot wieder auf „Efate“ übersetzten und ich mich noch ein letztes Mal nach „Hide Away Islands“ umdrehe, denke ich mir, dass dies der Vorstellung eines Paradieses schon sehr Nahe kommt.

Mit einer kurzen Busfahrt geht es aus dem Stadtzentrum raus zu unserem Ausflugsziel "Hide Away Islands".

Mit einer kurzen Busfahrt geht es aus dem Stadtzentrum raus zu unserem Ausflugsziel „Hide Away Islands“.

Ankunft auf dem kleinen Urlaubstraum "Hide Away Islands".

Ankunft auf dem kleinen Urlaubstraum „Hide Away Islands“.

Startklar für den zweiten "Schnorchelgang" meines Lebens!  Ich bin, durch die Nähe des Ufers, total überwältigt und überrascht von der vielfältigen und bunten Unterwasserwelt, die sich direkt vor meinen Augen bietet.

Startklar für den zweiten „Schnorchelgang“ meines Lebens! Ich bin, durch die Nähe des Ufers, total überwältigt und überrascht von der vielfältigen und bunten Unterwasserwelt, die sich direkt vor meinen Augen bietet. (Unten links das wohl einzige „Unterwasser Post Office“ der Welt – wozu auch immer man so etwas braucht. ^^)

Momentaufnahmen von Annolyn und ihrem Sohn.

Momentaufnahmen von Annolyn und ihrem Sohn.

"Auf dem Boot zurück an´s Festland" ... wollte ich schon schreiben, doch dann fiel mir auf, dass es hier ja gar kein wirkliches "Festland" im eigentlichen Sinne gibt und ich auf einer Insel lebe. =)

„Auf dem Boot zurück an´s Festland“ … wollte ich schon schreiben, doch dann fiel mir auf, dass es hier ja gar kein wirkliches „Festland“ im eigentlichen Sinne gibt und ich auf einer Insel lebe. =)

Als wir auf dem Rückweg nach Port Vila, die kleine Insel hinter uns lassen und ich mich noch ein letztes Mal für einen Blick auf "Hide Away Islands" umdrehe, denke ich mir, dass das der Vorstellung eines Paradieses schon ziemlich Nahe kommt und mich durch strömt ein unheimliches Glücksgefühl.

Als wir auf dem Rückweg nach Port Vila, die kleine Insel hinter uns lassen und ich mich noch ein letztes Mal umdrehe, denke ich mir, dass das der Vorstellung eines Paradieses schon ziemlich Nahe kommt und mich durch strömt ein unheimliches Glücksgefühl und Dankbarkeit für das heutige neue wunderschöne Erlebnis.

Li. „Hide Away Islands“ von oben aus dem Flugzeug bei meinem Rundflug (Mehr Bilder von dem Rundflug gibt es unter: „Hinauf in die Lüfte“; Re. Sicht auf „Hide Away Islands“ aus der Ferne von dem Balkon von Sarah´s WG. Ich hätte die Insel selbst gar nicht als „Hide Away Islands“ erkannt, aber Nish, mein Mitbewohner machte mich auf den hellen Sandstrand, der Inseln, in der Ferne aufmerksam.

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