Abschied und ein Erdbeben

Ich bin noch gar nicht dazu gekommen euch von dem Erdbeben zu berichten, welches ich hier vor ca. 1,5 Wochen erlebt habe.

Ich habe gerade mit meinem Mitbewohner Nish ein Film geschaut, als auf einmal das riesige Sofa anfing sich hin- und her zu bewegen und kräftig zu ruckeln.

Nish bemerkte von all‘ dem nichts, da er bereits eingeschlafen war, er schien zu schlafen wie ein Stein. Ich dachte Anfangs ich haette mir die Erschütterung nur eingebildet und hielt es nicht fuer nötig ihn zu wecken. Das Beben war nur von kurzer Dauer und relativ schnell wieder vorbei, zeitlich koennte ich es gar nicht fest machen.

Am nächsten Tag tauschte ich mich mit zwei der australischen Volunteere ueber das Erlebnis aus. Bratt berichteten ebenfalls wie er grade dabei war einzuschlafen, als sein Bett auf einmal anfing hin- und her zu wackeln, Eva jedoch hatte wie Nish geschlafen und von dem kurzen Beben nichts mitbekommen. Bratt erklärte mir, dass es hier des Oefteren Erderschuetterungen gab und er schon einige davon während der 6 Monate seines Aufenthaltes hier erlebt hat.

Am Freitag habe ich mich auf Santo von meinen beiden Mitbewohnern Sarah und Nish sowie meinem Sportskollegen Marc, aus dem Fitnessstudio verabschiedet.

(Marc war fuer eine geraume Zeit fuer einen vorrueber gehenden Job in Port Vila gewesen, jedoch eigentlich auf Santo als Volunteer beschaeftigt.)
Es hat wirklich Spass gemacht mit den dreien und ich war gerade dabei mich mit ihnen anzufreunden. So laesst man eben auch immer etwas zurück, wenn man fuer ein paar Monate oder mehrere Wochen an einem Ort gelebt hat.

Ja‘ es gibt einiges was ich aus Vanuatu vermissen werde, wie zum Beispiel: die frischen, süssen Ananas vom Markt sowie das brodelnde Marktleben, das Boxtraning im Fitnessstudio, den Ozean direkt vor der Tuer zu haben, die Aufgeschlossenheit sowie den offen Blick der Einheimischen und sicherlich auch ihre Gelassenheit und Entspannheit (obwohl es mich hier zwischenzeitlich manchmal fast auf die Palme gebracht hat, dass alles so langsam voran ging, nichts planbar und alles spontan veränderbar war, wodurch man sich auf vieles nicht verlassen konnte).

Natürlich werde ich auch die vielen abenteuerlustigen und ereignisreichen Ausflüge und Unternehmungen sowie das Bestaunen der faszinierenden Naturwunder am Wochenende vermissen. Das war schon echt der WAHNSINN! 😀

Wahrscheinlich werde ich mich sogar danach sehnen, dass mir die Kassiererin im Supermarkt den Einkauf in Plastiktüten verpacken will, wenn ich in Deutschland an der Kasse stehe und hektisch dabei bin die Lebensmittel in meinem Rucksack zu verstauen um den Kunden hinter mir Platz zu schaffen.

Hier hingegen habe ich schon meinen Standardsatz: „Thank you, but I don’t need a bag“ einstudiert, wenn die Verkäuferin die Hand zur Plastiktuete zueckt, um meinen Verbrauch an Plastik ein zu dämmen.

Manches das ich vermissen werde, wird mir sicherlich erst so richtig bewusst werden, wenn ich wieder ein paar Wochen in Deutschland gewesen bin. Doch es gibt auch schon wahnsinnig viel auf das ich mich in der Heimat freue… vor allen Dingen aber auf meine Freunde sowie meine Familie!

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