Es kommt immer alles anders als man denkt…

Gestern Abend bin ich aus Santo zurück gekehrt und wieder in Port Vila gelandet.
Heute Morgen habe ich mich dann mit Joe, dem Vize-Preasidenten von VASANOC, im Gebäude des Oympischen Komitees getroffen, da er mir freundlicherweise angeboten hat die hier gekauften Waren, die ich aus dem Land ausliefern werde, zum Zoll zu bringen. Dies habe ich bereits vor meiner Reise nach Santo versucht, doch es war leider nicht möglich das Zertifikat fuer die Auslieferung zu erlangen, da das Einreichen der Waren beim Zoll höchstens 4 Tage vor dem Abreise Datum liegen darf um die Gueter zertifizieren und besprühen zu lassen.

Ich war Joe sehr dankbar, dass er dies fuer mich übernommen hat, da das Zollamt ueber das Wochenende geschlossen hat und ich bereits Morgen zurück nach Deutschland fliege.

Im Büro habe ich sofort meinen Rechner ausgepackt um euch einen kurzen Bericht von meinem Urlaub in Santo zu geben und euch ueber Bilder an meinen vielseitigen und ereignisreichen Erlebnissen auf der Insel teil haben zu lassen. Ich war gerade dabei den Beitrag zu erstellen, als mein Labtop auf einmal abgestürzt ist.

Ich habe mich zwar ziemlich darüber geärgert bin aber fest davon ausgegangen, dass der Absturz halb so wild sei und der Labtop ohne weiteres wieder hoch fahren wuerde… doch Puste Kuchen!

Kennt ihr, dass… wenn der Rechner abstürzt und man dann nur noch einen blauen Screen mit ganz vielen Datenangaben zu sehen bekommt, sich nichts mehr tut und man fast anfängt mit dem Rechner zu reden um ihn anzufelehen doch bitte endlich wieder hoch zu fahren und dabei alle Daten zu rekonstruieren??
So ging es mir zumindest heute Morgen, doch alles flehen, bitten, betteln und schimpfen hat leider nicht weiter geholfen. (Ich hoffe einfach inständig, das der Schaden wieder reparabel ist, da sich auf dem Labtop Tausende von Bildern befinden, die während meiner Zeit in Vanuatu entstanden sind und der Rechner neben bei bemerkt nicht mal meiner ist.)

So habe ich mir nach unendlich vielen Versuchen den Labtop in meinem Buero geschnappt, doch dieser ging gar nicht erst an…

…und der Mac, an dem ich während meines Praktikums gearbeitet habe war nicht mehr aufzufinden. Neben dem Schreiben eines neuen Blogs muss ich bis Morgen auch noch einen Beitrag fuer den Supervisions Kurs meiner Uni schreiben sowie hochladen und den online-checkin fuer meinen Flug vornehmen.
Den Bericht fuer die Uni werde ich wohl nicht ueber mein Smartphone erstellen koennen aber der Online-checkin wird ja mit ein paar klicks sicher ein leichtes sein, dachte ich mir. So nahm ich mein Handy zur Hand und versuchte mich an dem Checkin.

Doch da habe ich mich wohl zu früh gefreut, denn bei dem Checkin ueber mein Smatphone wurde mir immer wieder eine Fehlermeldung angezeigt.

Gut, dass es bei VASANOC einen Gemeinschaftsraum mit ein paar Rechner gibt, sagte ich mir und begab mich frohen Mutes an einen der Computer. Am Anfang meines Praktikums funktionierten zwei, der 5 bereit stehenden Rechner in dem Gemeinschaftsraum, nach einiger Zeit war es wohl nur noch einer und zu meinem Entsetzen musste ich soeben feststellen, dass jetzt keiner der Computer mehr funktionstüchtig ist.

Joe, meldete sich zu Wort und teilte mir mit, dass er in ein paar Stunden ins Buero zurück kehren wuerde. Das war meine Chance, die ich nutzte um ihn zu fragen, ob ich seinen Labtop in der Zeit nutzen koennte. (Zuvor habe ich mich bei ihm bereits nach dem Mac aus meinem Buero erkundigt, doch er wusste leider auch nicht wo sich dieser befindet und er besass keine Schlüssel zu den anderen Buerorauemen.)
Joe übergab mir bereitwillig seinen Labtop sowie seinen kleinen Drucker mit den Worten: „The battery is low and I don’t know where to find the charger at the moment.“

Ich begann zu lachen, dass konnte wirklich alles nur ein schlechter Scherz sein. Eins war gewiss meine Reise endete so turbioes wie sie begann und wie der erste Tag in Brisbane mit vorerst ausgesprochenem Einreiseverbot samt Feueralarm versprach, wurde es während meines Aufenthaltes in Vanuatu wirklich nie langweilig.

Der Akku des Labtops, zeigte noch 45 Minuten an. Ich fuehlte mich zum Startschuss bereit und fuhr mit flinken Fingern ueber die Tastatur um das Checkin fuer zwei meiner drei Fluege vorzunehmen. Aber die Internetverbindung war nicht ausreichend und die Seite von Singapur Airlines konnte nicht vollsteandig geladen werden. Als ich die Seite unzählige Male lud schien ich mich zumindest fuer einen der beiden Fluege einchecken zu koennen, doch als ich das Checkin abschliessen wollte wurde mir wieder eine Fehlermeldung angezeigt. Trotzdem erhielt ich eine Besteatigungsmail fuer den Flug von Singapur nach Frankfurt.

Ich versuchte, das Dokument auszudrucken, doch der Drucker funktionierte nicht. Das war der Moment in dem ich mir dachte… Echt jetzt?!?

Die Zeit rann mir davon und der Akku wurde immer niedriger, so beschloss ich mich zuerst an die Aufgabe fuer meinen Supervisionskurs zu begeben. Doch fuer die Bearbeitung der Aufgabenstellung musste ich mir zunächst ein Video anschauen. So kam ich nur dazu ein paar Zeilen zu schreiben… und zack, war der Bildschirm von einem Schlag auf den anderen Schwarz und der Akku bei 0%.

Ich verliess das VASANOC-Haus und ging die „Chinesische-Strasse“, einer der zwei Hauptstrassen in der Innenstadt entlang, in der Hoffnung das das Internet-Cafe an der Ecke geöffnet hatte. Doch natürlich war es auf den Sonntag geschlossen. Anschliessend begab ich mich in ein Hotel, in dem ich voerst etwas fuer mindestens 1000vt (8 Euro) trinken oder essen muesste um das Internet benutzen zu dürfen. Am Anfang meines Aufenthaltes hier heatte ich das niemals gemacht, doch jetzt war mir alles egal. Da dies so ziemlich meine einzige Chance war an Internet zu gelangen. (Ausserdem habe ich eh‘ noch ein paar ueberschuessige Vatu, die es sich nicht umzutauschen lohnen wuerde.) So verfüge ich zu Hause ueber keine Internetverbindung und meine Mitbewohner befinden sich noch in Santo, sonst heatte ich Sarah um ihren Internetstick gebeten.

Und dreimal dürft ihr raten was passierte, als ich gerade 2-3 Abseatze dieses Blogbeitrages geschrieben habe… genau, der Internetbrowser stürzte ab und ich konnte noch einmal von vorne beginnen.

Das sind doch wirklich so viele dämliche Zufälle auf einmal, das man schon fast wieder drueber lachen koennte, wenn man sich nicht noch Mitten in dem Schlamassel befinden wuerde.

Gerade in dem Moment wo ich diesen Bericht schreibe, bin ich wirklich innerlich am lachen, aber der Rest meiner Abreise kann sich von mir aus zur Abwechslung auch gerne einmal ruhig verhalten. 😉
Ich seh mich schon am Frankfurter Flughafen stehen, wie ich auf einmal nicht mehr ohne weiteres nach Deutschland einreisen darf. Ok, das vielleicht nicht…

…aber mich wundert hier zumindest echt gerade gar nichts mehr! XD
Und ich bin auf so ziemlich alle Eventualitäten gefasst! ^^

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